Kooperative Organisationsformen

Wir haben uns auf den Weg zur Inklusion gemacht

Gemeinsamer Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen gelingt durch kooperative Organisationsformen in unseren Außenklassen jeden Tag.

Integrationsmaßnahmen im Bildungsbereich

Im "Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" geährleisten die Vertragspartner ein "integratives Bildungssystem auf allen Ebenen..." und stellen bei der Verwirklichung des Rechts auf Bildung unter andreem sicher, dass Menschen nicht aufgrund ihrer Behinderung vom obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen werden. Seit dem 3. Mai 2008 ist das auch von Deutschland unterzeichnete Übereinkommen völkerrechtlich wirksam.

Außenklassen: Sonderschulklassen unter dem Dach von Regelschulen

In Baden-Württemberg bietet das Schulgesetz seit 1997 die Möglichkeit, "Außenklassen" an Grund-, Haupt- Realschulen und Gymnasien zu bilden. In der Zwischenzeit ist diese Art der Zusammenarbeit umbenannt in "kooperative Organisationsform". Diese Sonderschulklassen unter dem Dach von Regelschulen ermöglichen die gemeinsame Erziehung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen in unterschiedlichster Intensität. In der Verwaltungsvorschrift "Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und Behinderungen" vom 22.8.2008 werden Details dieser Form der integrativen Bildung und Erziehung aufgeführt. Der Außenklasse ist eine feste Partnerklasse der Kooperationsschule zugeordnet, mit der gemeinsamer Unterricht stattfinden kann.

Pädagogische Zielsetzung

Die Schülerinnen und Schüler der Außenklasse sind Schüler der Sonderschule und werden nach dem dort gültigen Bildungsplan und durch das Personal der Sonderschule unterrichtet. Die Schüler der Partnerklasse der Grundschule werden nach dem Bildungsplan der Grundschule unterrichtet.

Jede Schülerin soll in ihrer und jeder Schüler soll in seiner Einzigartigkeit wahrgenommen und akzeptiert werden. Toleranz gegenüber dem Anderen und Wahrnehmung und Anerkennung der Stärken eines jeden Einzelnen stehen im Vordergrund.

Die Schülerinnen und Schüler der Sonderschule lernen in ihrem eigenen Klassenverband oder zusammen mit den Grundschülern der Partnerklasse an gemeinsamen Unterrichtsinhalten mit individuellen Aufgabenstellungen und Zielsetzungen, die den jeweiligen Lern- und Entwicklungsstand berücksichtigen (zieldifferenter Unterricht). Im Schulalltag finden über die Partnerklasse hinaus Begegnungen mit weiteren Schülern und dem Lehrerkollegium der Partnerklasse statt.

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Gemeinsamer Unterricht / team-teaching

Der Unterricht findet vormittags nach Stundenplan statt. Die Unterrichtszeiten der Außenklasse orientieren sich an denen der Grundschule, können aber davon abweichen. Für gemeinsamen Unterricht stehen die jeweiligen Klassenräume sowie die allgemeinen Räume der Partnerschule zur Verfügung. Den Anteil gemeinsamen Unterrichts im Stundenplan legt das Lehrerteam fest. Der Unterricht wird so geplant, dass mit differenzierten und, wo notwendig, individuellen Aufgabenstellungen und Assistenz der jeweilige Förderbedarf der einzelnen Schüler berücksichtigt wird.

Das Ziel ist es, so viel gemeinsamen Unterricht wie möglich und so wenig getrennten Unterricht wie nötig anzubieten und die Bildungsplanvorgaben der jeweiligen Schule sicherzustellen.

Grundsätzlich sind die Lehrerinnen und Lehrer der Sonderschule für die Sonderschüler zuständig. Im Rahmen gemeinsamen Unterrichts kann es phasenweise jedoch auch zu überschneidenden und wechselnden Bezugsgruppen kommen.

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Kinder mit und ohne Behinderungen lernen gemeinsam in der Grundschule Schnait

Für beide Seiten eine Bereicherung

Bericht über den Leseunterricht in einer Außenklasse